ARKADEN

Zugegeben: Die Idee 2022 noch eine Band zu gründen, deren Instrumente Strom fressen und noch dazu wahnsinnig schwer und unhandlich sind, ist mindestens antiquiert. Wie unangepasst gegenüber dem Zeitgeist kann man eigentlich sein? In diesem Sinne erstmal: Hallo! Das hier sind ARKADEN.

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Es war lange still, nachdem sich die Band »AUFBAU WEST« 2018 aufgelöst hatte. Doch irgendwann klingelte das Telefon von Sänger Florian. Dran war sein alter Bandkollege Sebastian. Ganz egal, wie sehr ihn jeder Schlagzeug-Soundcheck damals genervt hat, egal, wie lange die beiden nicht mehr gesprochen hatten, was Florian erfuhr, konnte er kaum glauben – sein Freund Sebastian, mit dem er sich so lange einen Proberaum und so viele Bühnen geteilt hatte, konnte doch jetzt unmöglich so schwer krank sein? An dem Dienstagabend dieses Telefonates gab ihm Florian ein Versprechen: „Ganz egal was jetzt kommt - du und ich, wir müssen nochmal eine Platte zusammen machen, okay?!“ Das Wichtigste zuallererst: Sebastian geht es zum Glück inzwischen wieder blendend und ein erschreckender Verdacht stellte sich als Fehldiagnose heraus! Er hatte großes Glück und sein gesundheitlicher Zustand ist nachhaltig hervorragend. Die Idee weiterzumachen war nun geboren. Dann klingelte wieder ein Telefon – diesmal das von Moritz, der durch die Bandauflösung seiner alten Band »NEOH« sicher ganz viel Zeit und Lust haben würde, bei der neuen Idee Gitarre zu spielen. Eine Popband mit Gitarren, die über das Gewaltpotential in einer Brust, über die alkoholkranke Mutter, die Zerrissenheit unserer Welt – vielleicht aber auch über die eigene, über das Große und das Kleine singt. ARKADEN machen das, was eine befreundete Band einmal ziemlich treffend als „Pop mit Haltung“ bezeichnete. Diese Haltung hört und spürt man bei der ersten Single „Keiner will etwas gewusst haben“ bereits sehr deutlich. Die vier Musiker wohnen in Deutschland verteilt und haben in der Pandemie angefangen remote Songs zu schreiben, lange ohne die Möglichkeit, gemeinsam im Proberaum zu stehen. Vielleicht hat die Band einen ganz besonderen Bezug dazu sich „heimatlos“ zu fühlen. Als im September 2020 die Container in Moria brannten, verdichtete sich das Entsetzen und Mitgefühl der Band auf einen Song, der knapp zwei Jahre später leider noch immer nicht an Aktualität verloren hat. Auf den hochfrequentierten Playlisten der Streaming Dienste, den großen Festivals und innerhalb des breiten, öffentlichen Medienspektrums fehlt diese Haltung manchmal. Jetzt bringen ARKADEN sie zurück – in die Mitte der deutschsprachigen Popmusik.

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